Lehrkräfte im Portrait

Hanns Höhn


Hanns Höhn unterrichtet seit 2017 Kontrabass und E-Bass an der Wiesbadener Musik- & Kunstschule. 
Seit Oktober 2019 ist er Leiter des Fachbereichs RockPopJazz.

Die Popular-Abteilung der WMK vereint neben dem Unterricht in Fächern wie E-Gitarre, Schlagzeug oder Saxofon auch Angebote wie Bandcoaching, Songwriting und die Junior Pop Class. Hier erlernen junge Musiker*innen zwischen 8 und 10 Jahren nicht nur die Grundlagen auf ihren Instrumenten, sondern üben sich auch im gemeinsamen Musizieren innerhalb einer Band und sammeln so von Anfang an Bühnenerfahrung.


Hanns Höhn ist neben seiner Unterrichtstätigkeit in verschiedenen Projekten musikalisch aktiv, u. a. bei "Tango Transit" und "FrauContraBass".


www.hanns-hoehn.de

Kontrabass oder E-Bass? Was macht den Reiz der beiden Instrumente aus? 


Ganz am Anfang steht hier die Begeisterung für tiefe Töne. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man zum Beispiel die tiefe E-Saite zupft und die Schwingung im Korpus des Kontrabasses spürt. Wenn man den E-Bass an den Verstärker anschließt, spürt man den Ton regelrecht im Raum. Beide Instrumente haben in verschiedenen Musikstilen Ihren Platz gefunden - ihre Gemeinsamkeit besteht darin, der Musik ein rhythmisches und harmonisches Fundament zu geben. Grundsätzlich ist es auf dem E-Bass wesentlich leichter, die ersten Schritte für das Spielen mit anderen zu erlernen.



Sie haben schon mit 10 Jahren in einer Band gespielt. Was kann man als Kind und Jugendliche*r von der Musik lernen? 



Unheimlich viel: Musik macht vor allem Spaß. Selbst wenn alle in der Band ganz am Anfang stehen, kann man gemeinsam einen Song zum Klingen bringen. Es ist toll, mit Gleichgesinnten in einem Raum oder auf einer Bühne zu sein und Musik zu machen. Musik ist ja sehr kommunikativ: Jede*r muss zuhören, Kontakt mit den anderen aufnehmen. Das Erfolgserlebnis ist ganz groß.



Sie sind mit Ihren Bandprojekten sehr aktiv und viel auf Tournee. Welche Tipps haben Sie für Ihre Schüler*innen, wenn das Lampenfieber oder gar der Selbstzweifel vor dem Auftritt plagt? 


Cool bleiben! Dieser Aufkleber haftete auf meinem ersten E-Bass. Man muss lernen, sich darauf zu verlassen, dass man genug geprobt hat und alles - notfalls irgendwie - klappen wird. Außerdem hilft es, sich immer mal wieder klar zu machen, dass wir keinem unserer Mitmenschen ernsthaft Schaden zufügen, sollte mal etwas nicht so klappen wie geplant.



Sie haben im Oktober die Leitung des Fachbereichs RockPopJazz übernommen. Worauf freuen Sie sich besonders?


Es ist schon immer eine große Freude, mit den tollen Kolleg*innen des Fachbereichs zusammenzuarbeiten. Für mich ist es eine neue Herausforderung, unsere kommenden Projekte zu koordinieren und die wichtigen Dinge im Blick zu haben. Das nächste große Projekt ist das Rock-Pop-Fest im nächsten Frühjahr - wir feiern das 25-jährige Jubiläum




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Zur Person


Hanns Höhn erhielt seinen ersten E-Bass-Unterricht im Alter von zehn Jahren und sammelte früh Banderfahrung durch die Mitwirkung in verschiedenen Combos und Kinder-Jazzbands. Er ist mehrfacher Preisträger verschiedener Förderwettbewerbe wie zum Beispiel "Jugend jazzt".

Als Mitglied in der Big-Band des Landesjugendjazzorchesters Hessen wurde er künstlerisch von Jazz-Größen wie Maria Schneider, Jerry van Rooyen und Albert Mangelsdorff betreut. 
Sein Musikstudium absolvierte er in den Fächern E-Bass und Kontrabass an der Frankfurter Musikwerkstatt und schloss 1998 das Studium als "Staatlich anerkannter Berufsmusiker und Instrumentalpädagoge für Jazz und Popularmusik" ab.

Seit seinem Studium ist er auf deutschen und internationalen Bühnen in den Genres Jazz, Pop, Theater, Chanson und Musical als freischaffender Bassist aktiv. Zahlreiche CD-Einspielungen und Werbe-, Hörfunk- und Fernsehproduktionen dokumentieren seinen Weg.